Unser Programm gegen die Krise! PDF Drucken E-Mail

Die Krise endet wenn der Kampf beginnt!


Sozialismus für die Banken, Krise des Kapitalismus für die Lohnabhängigen?

Seit beginn der Krise wurden weltweit Billionen in Industrie und vor allem die Banken investiert um die Wirtschaft vor dem völligen Kollaps zu bewahren. Während laufend neue Gelder dafür aufgewendet werden um Banken aus ihren Risikogeschäften frei zu kaufen (Griechenland,Italien,..) und diese so ihre Verluste minimieren bleiben wir auf der Strecke. Mit den Milliardenkrediten an Griechenland (die zur Tilgung von Schulden verwendet werden müssen!) sind Auflagen verknüpft, die beispielgebend sind für die Politik der Unternehmensvertreter in ganz Europa. Milliarden sollen auf Kosten der Lohnabhängigen eingespart werden, insbesondere im Gesundheits- und Sozialsystem. Alles, was noch an Staatlichen Unternehmen oder Besitzungen übrig ist soll privatisiert werden. Diese Politik bleibt aber nicht auf Griechenland beschränkt, in ganz Europa haben die Staaten massive Schuldenberge angehäuft. Diese werden nicht etwa von denen beglichen, die sich vor der Krise bereichert haben. Im Gegenteil, Griechische Verhältnisse sollen überall herrschen. In diesem Sinne sind die Einsparungen auf Länder- und Gemeindeebene zu sehen.
Die Lohnabhängigen, die Jugend, sprich die Massen sollen für das Scheitern des Systems bezahlen.

Es ist recht und gerecht, dass jene die die Krise verursacht haben, zur Kasse gebeten werden. Wir zahlen eure Krise nicht! Daher:

  • Die Banken wurden von uns gerettet, deshalb: Überführung der Schalthebel der Wirtschaft in öffentliches Eigentum unter Kontrolle der Beschäftigten und der NutzerInnen.
  • Entschädigungslose Verstaatlichung aller Systembanken (Raiffeisen, Erste, Uni-Credit)
  •  Keine Koalition der SPÖ mit Parteien, die die Krise auf die Lohnabhängigen und die Jugend abwälzen!
  • Schluss mit der Steuerbefreiung für Reiche und Superreiche. Für die Einführung von progrssiven Steuern auf Vermögen und Erbschafte!


Wirtschaftsaufschwung – Für wen?

Die Bürgerlichen, besonders in Vorarlberg wollen uns immer wieder vom Aufschwung erzählen. Vorarlberg sei Spitzenreiter in Österreich was das Wirtschaftswachstum und den Rückgang der Arbeitslosigkeit betrifft. Es besteht kein Zweifel daran, dass manche Länder, allen voran Deutschland und im Gefolge auch Österreich und hier gerade Vorarlberg im Vergleich zu anderen gut da stehen. Wenn man allein die Wachstumsraten und Arbeitslosenzahlen ansieht.
Doch dafür gibt es einen guten Grund. Nirgends ist Arbeit so produktiv wie bei uns. Nicht nur, dass mit moderner Technologie wesentlich kostengünstiger produziert werden kann als in anderen Ländern, entscheidend ist die Veränderung der Arbeitsverhältnisse während der letzten zwanzig Jahre und insbesondere seit der Krise. Jeder weiß es und jeder spürt es. Die Reallöhne sind massiv gesunken, Arbeitszeiten sind länger, Überstunden müssen (oft unbezahlt) geleistet werden, währen sich ein Großer Teil der Arbeitenden Bevölkerung mit den Jobs kaum über Wasser halten kann.
Zu dem entwickelt sich die Lehre immer mehr zu einem billigen Ersatz für die Einstellung von Hilfsarbeitern. Diese Auspressung der Arbeiter ist es, die zu Rekordgewinnen führt, die es attraktiv macht zu investieren und die die Wirtschaft ankurbelt.
Für uns bleibt hier nichts übrig, das Wirtschaftswachstum, mit dem Argumentiert wird, es werde uns eh besser gehen basiert auf dem genauen Gegenteil. Will die Wirtschaft weiter wachsen, so braucht sie billige, „flexible“ Arbeiter. Solange wir akzeptieren, dass wir nur ein Werkzeug zur Gewinnmaximierung darstellen wird diese Logik auf uns zurück fallen.
Die Krise geht in die nächste Runde, die Wirtschaft der USA steht vor dem Stillstand was sich auf der ganzen Welt in einer Rezession ausdrücken wird. Wenn wir schon in der Phase des „Aufschwungs“ unter diesen Bedingungen zu leiden haben, wie dann erst in der nächsten Krise?

  •  Wo sind die Profite der letzten Jahre hin? Wir fordern die Offenlegung der Geschäftsbücher im Falle von Entlassungen.
  •  Es ist genug für alle da! Für die Einführung der 32-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Verteilen wir die vorhandene Arbeit auf alle Hände und Köpfe!.
  •  Arbeit muss sich wieder lohnen! Für die Einführung eines Mindestlohns von 1.500 Euro!
  •  Für die Wahl und jederzeitige Abwählbarkeit der Manager durch die Belegschaft. Die Belegschaften wissen selber am besten, wie der Betrieb zu führen ist und sollen deshalb auch die Produktion kontrollieren.

Damit jugendliche nicht als Hilfskräfte missbraucht werden

 für eine hochwertige, wissenschaftliche Ausbildung in einer Gesamtschule für alle Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18. Kostenlose Polytechnische Gesamtschule für alle bis 18!

  • Für Lehrwerkstätten in öffentlicher Hand, um den Lehrstellenmangel zu beheben und die Defizite der betrieblichen Ausbildung auszugleichen.
  • Übernahme der Ausbildungskosten durch die Unternehmen!
  • Verbot von Überstunden!
  • Für eine „Lehrlingsentschädigung“, von der man leben kann! 1000€ für jeden Lehrling!
  • Weg mit der Probezeit für Lehrlinge! Diese stellt ein reines Druckmittel gegen kritische Jugendliche dar!

 


Das ist nicht die Krise, das ist das System!

Zwei Jahre ist sie her, die Krise die schon überwunden sein sollte. Doch nun wird offensichtlich, alle Maßnahmen die die Regierungen getroffen haben waren umsonst. Die Zeichen der Weltwirtschaft deuten auf eine erneute Rezession hin. Im Süden Europas war von einer Erholung gar nicht zu sprechen, doch nun geraten auch die USA, die weltgrößte Wirtschaftsmacht ins Schwanken. Das bedeutet für die Arbeiter aller Länder, ob im fernen Osten oder im Ländle:
Die Jobs, auch die schlechtesten sind in Gefahr. Wenn kein Land mehr da ist, in das exportiert werden kann werden viele Unternehmen unweigerlich zu Grunde gehen. Mit ihnen die letzten Reste an „Arbeitsplatzsicherheit“. Dies bringt die Arbeiter aller Länder unter Druck, wir werden mehr denn je gezwungen sein alles zu akzeptieren, was uns die Unternehmer als Arbeitsverhältnis andrehen. Doch liegt das nicht allein in ihrer Hand. Der Zwang Profit zu erwirtschaften, die Arbeitskraft aus zu quetschen und die Produktion zu steigern um mehr zu verkaufen ist Teil des Systems in dem wir leben. Nicht einzelne „Raubtierkapitalisten“, Finanzspekulanten und andere „Bösewichte“ sind Schuld an der einen oder anderen Krise. Es ist das System selbst, das Krisen erzeugt.

Die Alternative heißt Sozialismus! Demokratie für alle statt nur die Mächtigen!
Es gilt also nicht nur die Symptome zu bekämpfen.
Die Sozialistische Jugend und der Funke (die Marxistische Strömung in der SPÖ und im ÖGB) kämpfen für eine Welt, in der nicht Profitlogik und die Interessen einer kleinen Minderheit verfolgt werden.Das Gemeinwohl der Menschen steht für uns über diesen Interessen.Wir sind davon überzeugt, dass eine Welt möglich ist, die frei ist von der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, eine Welt in der alle Menschen ihre Fähigkeiten, frei von Existenzangst und einer „jeder-gegen-jeden“ Konkurrenz, voll und ganz entwickeln kann. Die Grundlage dafür ist die Ausweitung der Demokratie auf die Wirtschaft, die Vergesellschaftung der großen Monopole unter der Kontrolle der Arbeitenden. Die Sozialistische Jugend Vorarlberg stellt sich hier in die beste Tradition der sozialistischen Arbeiterbewegung und ihrer Ziele. Wir machen uns zum Ziel die Welt zu verändern. Nur wenn wir überall und gemeinsam kämpfen können wir gewinnen und die kapitalistische Krise überwinden!

Unser Motto lautet deshalb :

 

„Die Krise endet wenn der Kampf beginnt“

 

 


Organisiere dich! Wir haben die Perspektiven und das Programm, baue mit uns die SJ und die Marxistische Strömung in der Sozialdemokratie und der Gewerkschaft auf.