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In den Medien finden in den letzten Tagen immer wieder Angriffe auf Eisenbahner und Lehrer statt, ist das ein Zufall?
Nein- Seit einigen Tagen singen die Bürgerlichen wieder lauter das Lied von den Privilegienrittern. Stimmt es, dass es sich die ÖBBler und die Lehrer, die Beamten und Staatsbediensteten auf unsere Kosten gut gehen lassen? Die ÖBB als Steuerfresser:
Finanzstaatssekretär Lopatka spricht von einer „falschen Entwicklung beim Pensionsantrittsalter“, ungerechtfertigten Aufzahlungen und dass dies asozial gegenüber den ASVG-Pensionisten sei. Gleichzeitig wird die (seit der schwarz-blauen Regierung stark wachsende) Schuldenlast als untragbar bezeichnet. Doch warum gehen die Eisenbahner wirklich so „früh“ (je nach Angaben 51 bzw. 54 Jahre) in Pension? Seit der Zerschlagung der ÖBB durch die schwarz-blaue Koalition steigt der Druck auf die Mitarbeiter als gewichtiger „Kostenfaktor“ zusehends. Die ÖBB müßen „wirtschaftlich“, also gewinnorientiert sein heißt es, dementsprechend ist klar dass man bei den „immensen Personalkosten“ einsparen müsse. Um also die „überschüssigen“ Beschäftigten loszuwerden wenden die ÖBB seit geraumer Zeit ein Mittel an das schlichtweg Mobbing im großen Stil ist. Langjährige Mitarbeiter werden vor die Wahl gestellt ob sie versetzt werden wollen oder eben frühpensioniert! Es ist natürlich klar dass einen Herrn Finanzstaatssekretär solche von seinen Parteigängern eingeführten Praktiken wenig kümmern, ist doch das Ergebnis trotzdem brauchbar um die Eisenbahner als Faul und Parasitär bezeichnen zu können. Damit ist unter den Arbeitnehmern wieder einmal Zwietracht gesät, eine gewerkschaftlich gut organisierte Berufsgruppe diffamiert und es wird wieder ein Beitrag zur Entsolidarisierung geleistet! Die Hetzte gegen die Lehrer hat mit einer neuen Studie, wonach diese undiszipliniert seien, neuen Aufwind bekommen. Dass dieser „Studie“ eine Befragung von Direktoren zugrunde liegt lässt uns an ihrem Wert zweifeln. Interessant und aussagekräftiger wäre wohl eine umgekehrte Studie – wie die Lehrer die Arbeit ihrer Chefs beurteilen. Ob nun Zufall oder nicht, die Bürgerlichen haben die Absicht, die Krise auf den Schultern der Arbeitnehmer abzuwälzen. Um dies möglichst reibungslos zu gestalten versuchen sie als erstes mit allen Mitteln die am besten organisierten Berufsgruppen zu brechen. Wenn wir das akzeptieren während die Verursacher der Krise, der Kapitalismus an sich, die Unternehmer, Banker und Manager aber gerade mal symbolisch zur Kasse gebeten werden, haben wir Jahre des massiven Sozialabbaus und sozialen Niedergangs vor uns – die Vorarbeit dafür wird bereits geleistet! Die 13. und 14. Monatsgehälter sind bereits Basis von Diskussionen, vorerst wird zwar „nur“ darüber nachgedacht die steuerliche Begünstigung dieser abzuschaffen, auf lange Sicht gesehen soll dies aber Maßnamen wie in Griechenland einleiten wo solche Gelder grundsätzlich zu Disposition stehen. Schon die wegfallende steuerliche Begünstigung stellt einen enormen Angriff auf die Gesamtheit der arbeitenden Bevölkerung dar, der in diesem Ausmaß seit der Krise noch nicht da war! Doch wen interessiert das, die bürgerlichen Medien hämmern ständig in unser Bewusstsein, dass die „faulen“ Griechen, die „Ausländer“, die Beamten usw. es sich auf unsere Kosten gut gehen lassen und diese deshalb schuld sind. Doch das ist falsch! Die Reichen haben Profitiert als unser Lebensstandard bereits gesunken ist, sie profitieren jetzt von der Krise, indem sie die Kosten auf uns abwälzen wollen! Dies können wir uns nicht gefallen lassen. Die Organisationen der Arbeitnehmer, allen voran ÖGB und SPÖ müßen gegen die zunehmende Entsolidarisierung ankämpfen, mit einem klaren Programm gegen die Krise, das jene zu Verantwortung zieht die verantwortlich sind!
Wir, die SJV setzen und aktiv auch in der SPÖ für einen klaren Kurs unter dem Motto „Eure Krise zahlen wir nicht“ ein. Sei auch du dabei wehre und organisiere dich! »
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