Newsletter




Kommentare
  1. waren das nicht mal mehr fotos?? von Mike
  2. Servus Benni! Gratulation zu deiner Wahl! Wuensch... von Hauni
  3. Was genauer zu eruieren ist, ist die Frage, inwief... von Rechtschreibfaschist
  4. He Leute, ich unterstütze Euch/Uns gerne in dieser... von Schreibwerk Tothchic
  5. Sehr empfehlenswertes Buch, das nicht nur geschich... von Nadelstreifenprolet
Marxist.com Live
Nein zum Molo-Verbot PDF Drucken E-Mail

 Das Bregenzer Molo ist seit Generationen einer der beliebtesten Treffpunkte für Jugendliche aus ganz Vorarlberg.
Seit dem millionenschweren Umbau, und gerade rein zufällig zur Festspielzeit, beginnt die Polizei gegen Jugendliche ein "Molo-Verbot" zu exekutiert, basierend auf einer Verordnung aus dem Jahr 2005.
Darüber hinaus sei es anscheinend nicht mehr erlaubt auf den Grünflächen zu sitzen!? Wir hören in den Medien jeden Tag, dass wir Jugendlichen nur vor dem PC sitzen und unsere Zeit verschwenden. Doch jetzt nimmt man uns die letzten Freiräume ohne Konsumzwang. Sogar die Toiletten bei der "Welle" kosten 1€. Den Politikern ist der Profit und die Ausschlachtung der "Tourismus"-Stadt Bregenz wichtiger, als die Jugendlichen, die hier leben. Bregenz ist unsere Stadt und wir kämpfen dafür!

 

In diesem Sinne haben wir eine Facebook-Gruppe gegründet und am gestrigen Sonntag ein Treffen der Molo-Benutzer einberufen:

 

Erst mal:
Das Treffen gestern war von Erfolg gekrönt.
Wir haben zuerst demokratisch bestimmt, wie wir weiter zur Verteidigung des Molo vorgehen wollen. Sofort wurden Flugzettel mit unseren Forderungen gedruckt:

--Freier Zugang für Menschen aller Altersgruppen zu allen Grünflächen und öffentlichen Plätzen in Bregenz, die nicht dezidiert anders genutzt werden (Blumenbeete, ...).
--Keine negative Beeinträchtigung der Jugend und der Bregenzer Bevölkerung durch den Tourismus - wir sind Teil dieser Stadt und kein zu lösendes Problem!

--Schaffung neuer und qualitativ hochwertiger Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Bregenz - für ein selbstverwaltetes Kultur- und Sportzentrum in Bregenz, das von der Stadt finanziert und von den Jugendlichen selbst verwaltet wird!
--Kostenlose Sanitäranlagen am See.
--Präzise Formulierungen in Verordnungstexten:
    Was sind "Lagerfeste" ?
    Laut Verordnungstext ist das Betreten der Grünflächen erlaubt, außer zum Verkauf     und zur musikalischen Darbietung!


Nachdem der Beschluss gefallen ist, dass wir gleich wissen wollen woran wir sind (Verbote, ...) haben wir ein Sprecherteam gewählt und haben gleich einen kleinen "Spaziergang" zur Stadtpolizei unternommen.
Da dort niemand anzutreffen war (Außeneinsatz beim Molo!?) gings zur Bundespolizei, die erst nicht recht gewillt war 5 jungen Menschen Einlass zu gewähren.
Wir haben aber in Erfahrung bringen können, dass seit 5 Jahren eine Verordnung besteht (http://www.bregenz.at/fileadmin/Downloads/Aktuell/Verordnungen/VO_Seeanlagen.pdf), die es uns eben untersagt in den Seeanlagen "herumzulungern".
Der Grund, warum diese Verordnung erst jetzt exekutiert wird ist nach Aussage eines Stadtpolizisten, "dass es zu massiven Beschwerden seitens einiger Festspielbesucher gekommen sei".

Im Anschluss haben wir zur weiteren Koordination ein Team gewählt, das 4 Jugendliche, darunter 3 Mitglieder der SJ umfasst.

Die Sozialistische Jugend unterstützt überdies alle Aktivitäten und Aktionen der Betreffenden, beim Treffen des Teams wurde beschlossen, daß Kontakt zum Verantwortlichen im Rathaus gesucht wird. Über den ausgang des Treffens mit dem Verantwortlichen werdet ihr natürlich gleich informiert!

Ihr könnt aber natürlich auch jederzeit bei einer unserer Ortsgruppen vorbeischauen und mit uns gemeinsam den Kampf fortsetzten!
Gemeinsam sind wir stark!

» 2 Kommentare
1"Mag.Dr.iur." von Schreibwerk Tothchic am Dienstag, 27. Juli 2010 05:46
He Leute, ich unterstütze Euch/Uns gerne in dieser Sache. Nur stört mich die Diktion "kämpft" und Kampf. Können wir uns darauf einigen, dass wir uns der Sache annehmen und solange verhandeln, bis sie in unserem Sinne einer Lösung zugeführt wird? Werde mich in die Materie einlesen, was mir vorschwebt, wäre vielleicht ein Bereich, welcher genutzt werden kann, und eine Tabuzone, nur ein Vorschlag.  
 
Die Polizei sollte sich da lieber mal um die Verkäufer von gefälschten Markenartikeln bei den offiziellen Saufanläßen wie Hafen- oder Stadtfest kümmern und dort die Kunden der Wirte schnappen, die Bänke, Stühle und sonst alles vor lauter Gaudi in den See schmeißen, genauso wie um die vorwiegend touristischen Radfahrer direkt am See, welchen nie was passiert (du musst nur ein Trekkingbike und eine Landkarte drauf haben, dann kannste alles aufführen). Dies wäre alles Argumente, welche die Zuständigen zu berücksichtigen hätten und mit denen "aufgerechnet" werden könnte.  
 
Weiters bin ich mir nicht sicher, ob die Polizei wirklich der richtige Ansprechpartner ist und man nicht doch gleich einen Stadtvertreter bemühen sollte mit der Angelegenheit.  
 
Bis dann, DT
2"Re" von Rechtschreibfaschist am Mittwoch, 4. August 2010 14:45
Was genauer zu eruieren ist, ist die Frage, inwiefern das Betreten der Grünflächen in der ominösen Verordnung verboten wird. Dort heißt es nämlich, dass außerhalb von Veranstaltungen das Verkaufen von Waren und das Darbieten von Musik auf den Grünflächen verboten ist und dass keine Lagerfeste gefeiert werden dürfen. 
 
Da aber versucht wurde, Leute von den Anlagen zu vertreiben, die genauso wenig musizierten, wie sie einen Verkaufsstand eröffneten, fragt sich, was ist ein \\\"Lagerfest\\\"? 
 
Dieses Wort wird im Österreichischen Wörterbuch nicht definiert und kann daher - so scheint es zumindest - ausgelegt werden, wie es gerade gebraucht wird. Ich zumindest bin mir aber sicher, dass fünf Menschen, die sich unterhalten, kein Lagerfest sind. 
 
LG, der Rechtschreibfaschist
» Kommentar schreiben
E-Mail (wird nicht veröffentlicht)
Name
Titel
Kommentar
Captcha Image Code neu generieren, falls er unlesbar sein sollte