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Solidarität mit den KollegInnen der Kärnten-Druckerei PDF Drucken E-Mail

In Kärnten sollen morgen 30-40 KollegInnen der SPÖ-eigenen Kärnten-Druckerei entlassen werden. Wir veröffentlichen hier eine Solidaritätsbotschaft.

 

 

 

Liebe KollegInnen,

wir haben davon gehört, dass im Zuge von „Sanierungsmaßnahmen“ vierzig von euch bis Ende dieser Woche entlassen werden sollen. Dieser tragische Umstand wird um die Facette erweitert dass diese Maßnahe von der SPÖ als Eigentümerin ausgeht. Es ist nicht nachzuvollziehen dass gerade die Sozialdemokratie die Lohnabhängigen für Fehler bezahlen lässt, die diese nicht verursacht haben – denn es gäbe auch andere Mittel und Wege einer Lösung! Als erster Schritt sollte die Belegschaft Einsicht in die Geschäftsbücher erhalten um sich selbst ein Bild zu machen. Auf der Basis der dadurch gewonnenen Erkenntnisse wäre es ein Leichtes die eigentlichen Probleme ausfindig zu machen. Sofern diese beim Management liegen sollte dieses auch dafür haftbar gemacht werden. Es zeigt sich in immer mehr Branchen dass ein an Profitstreben orientiertes Management ineffizient zu Lasten von Belegschaft und Konsumenten agiert. Eine Alternative ist ein demokratisch organisiertes Management durch die eigene Belegschaft. Diejenigen, die tagtäglich direkt an der Materie arbeiten wissen am besten wo es wirkliche Einsparungsmaßnahmen und Möglichkeiten zur Effizienzsteigerungen gäbe.

Wir möchten euch darum unsere vollste Solidarität ausdrücken und euch sagen dass es auch andere Stimmen in der SPÖ gibt. Wenn von „Gerechtigkeit“ gesprochen wird so soll diese auch in den eigenen Reihen Gültigkeit haben. Das was derzeit in eurem Betrieb passiert ist allerdings alles andere als gerecht. Die SPÖ ist die Partei der Lohnabhängigen und darf nicht ebenso agieren wie jedes beliebige kapitalistische Unternehmen. Soll unsere Bewegung wieder glaubhaft werden muss dieser Schritt rückgängig gemacht werden.

 

Wir sichern euch unsere vollste Unterstützung zu und senden euch solidarische Grüße vom Bodensee!

 

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