Stellungnahme der SJ-Vorarlberg zu den Ereignissen in der SJ-Steiermark: PDF Drucken E-Mail

Stellungnahme der SJ-Vorarlberg zu den Ereignissen in der SJ-Steiermark:

 

Nicht das Fähnchen im Wind, sondern der Fels in der Brandung!
Die Ereignisse in der SJ- Steiermark verdienen sicher der Aufmerksamkeit aller GenossInnen der Sozialistischen Jugend.

 

„Die Welt wird brennen wie Sterne am Horizont Banken Villen Parlamente alles ist bis auf die Grundsteine abgebrannt… Die Krise sie wird uns alle schnappen doch wir lassen uns nicht mehr täuschen durch die Politattrappen es wird Zeit aufzustehen auf die Straße zu gehen und ein jeder wird verstehen dass die Reichen bald ihr Ende sehen…. Angesicht zu Angesicht werden sie geschlachtet und ihre Gründe an Obdachlose verpachtet wir werden sie entmachten diese Schweine wie sie über uns lachten doch ihren Reichtum werden wir uns stehlen danach werden wir sie quälen….. Reiche entmachten jetzt!!“

 

Das Gedicht ist erfüllt vom Geist der Bewegungen der „Ungehorsamen“, die in einem Land nach dem anderen sie Strassen und Plätze füllen. Um den ganzen Text hat sich eine öffentliche Diskussion entwickelt - was gut ist, dabei wurde allein „Reiche abschlachten“ in den Mittelpunkt gestellt – was vermeidbar gewesen wäre.

 

Die Junge Volkspartei und RFJ  skandalisierten dieses Gedicht. Sie produzieren diesen „Skandal“ und die bürgerlichen Medien begannen gleich damit das Sommerloch zu stopfen. Ins Kreuzfeuer geriet nicht nur der Dichter, sondern auch der Bezirksvorsitzende.

Obwohl der Text in Österreich keinen einzigen Straftatbestand erfüllt, hat sich der Vorsitzende der SJ- Steiermark, Max Lercher sich nicht nur schleunigst von der inhaltlich fragwürdigen Passage distanziert, sondern von der gesamten Idee des Gedichtes, und mehr noch, von den Genossen die hier von den Rechten in den Dreck gezogen wurden. Er hat sich also nicht vor die Genossen und damit die Gesamtorganisation gestellt, sondern ihnen per Medien noch ausgerichtet, dass er „kein Verständnis für diesen morbiden Humor“ hätte. Um den „starken Mann“ zu markieren hat er in Eigenregie Funktionsverbote erteilt.

Unserer Meinung nach bestätigt dies einerseits seinen asozialen politischen Kurs die er in der Zustimmung zum Sparpaket eingeschlagen hat.
Andererseits sehen wir, wie schnelles Einknicken vor der vermeintlichen öffentlichen Meinung die innerorganisatorische Demokratievöllig außer Kraft setzt.
Die Vorsitzenden von Bruck haben gezeigt, dass man nicht ein Fähnchen im Wind wie der Landesvorsitzende Genosse Max Lercher sein muss. Antikapitalismus ist nicht nur möglich, sondern nötig.

In diesem Sinne spricht auch die SJ-Vorarlberg den Brucker Genossen ihre vollste Solidarität aus.
Stehen wir zusammen, es braucht den Fels in der Brandung, kämpfen wir gemeinsam für eine kämpferische, starke und vor allem antikapitalistische Sozialistische Jugend!

Gegen das Funktionsverbot, gegen jede disziplinäre Maßnahme!

Und gemeinsam für einen unversöhnlichen Kampf gegen unsere wahren Gegner: das Kapital und seine politische Marionetten.
Benedikt Brunner und Kurt Bührle im Namen der SJV