Karl-Marx-Seminar 2017

 

Flüchtlinge Willkommen – die Reichen sollen zahlen! PDF Drucken E-Mail

Immer mehr Menschen die vor Kriegen und Verelendung flüchten, schaffen es – dem tödlichen Grenzregime der EU zu trotz - bis nach Europa. In diesen Wochen zeigt sich eine anhaltende Welle an anpackender Menschlichkeit und praktischer Solidarität.  Auch die SJ Vorarlberg  ist in dieser Solidaritätsbewegung aktiv.

Für uns ist klar: Die Fluchtursache liegt im Kapitalismus und den imperialistischen Interventionen in den jetzigen Kriegsgebieten. Doch ganz egal ob Menschen wegen Krieg oder Hunger oder einer aussichtslosen Lage im Herkunftsland flüchten – die Ursachen liegen in der Zerrüttung die der Imperialismus in diesen Ländern verursacht hat.

Die Unterscheidung zwischen sogenannten Konventionsflüchtlingen im Gegensatz zu Wirtschaftsflüchtlingen lehnen wir daher entschieden ab. Militaristische Phantasien, die die Flüchtlingsbewegung nach Mitteleuropa nützen um europäische Militärinterventionen im Nahen Osten zu verstärken lehnen wir ab. Unsere Solidarität basiert genau auf dem Verständnis des Umstandes, den Außenminister Kurz frech verneint: „Wir dürfen trotzdem nicht den Fehler machen zu glauben, dass die Menschen die in der Welt arm sind, weil wir reich sind.“ Wobei das „Wir“ von Kurz nur die Konzerne, Regierungen, Institutionen und Kriegsinterventionen beschreibt. Unser „Wir“ sind die geteilten Interessen der Arbeiterklasse, egal wo sie lebt, und wohin sie auch auswandern muss.

Die SJ Vorarlberg steht daher für:

Ein Nein zu den Grenzkontrollen und der Festung Europa! Jeder soll die Möglichkeit haben einen Asylantrag in dem Land in dem er möchte zu stellen.

Wohnraum für alle! Leerstehenden Wohnraum enteignen. Eine öffentliche Wohnbauoffensive starten.

Arbeit für alle! Organisation von Flüchtlingen in Gewerkschaften um Sozialdumping durch Aufklärung und Organisation unterbinden. Die vorhandene Arbeit bei vollem Lohnausgleich aufteilen und für eine Offensive von öffentlichen Investitionen um gesellschaftliche Bedürfnisse wie Bildung, Gesundheit und Pflege zu befriedigen.

Weg mit der EU, für die Vereinigten Sozialistischen Staaten Europas in einer sozialistischen Welt.

 

Veranstaltungen:

Revolutionäre Werkstatt: Flüchtlinge willkommen

WANN: Sa. 10.10., 15.00 Uhr
WO: Vorarlberger Hof, Viehmarktstr. 3, Dornbirn

Von Kabul nach Wien - die Geschichte einer Flucht
WANN: So. 11.10., 15.00 Uhr
WO: Jugendhaus Graf Hugo, Widnau 10, Feldkirch

Demonstration: Flüchtlinge Willkommen
WANN: 03. Oktober, 12:00 Uhr
WO: Bregenz Bahnhof, beim großen Parkplatz